S T A T U T E N

ART 1.

Unter der Bezeichnung “Alevitisches Kulturzentrum Regio Basel“ ( Basel ve Çevresi Alevi Kültürmerkezi ) mit dem abgekürztem Namen : B A K M besteht ein Verein im Sinne von Art. 60 ff. ZGB mit Sitz in Basel.

ART 2.

Das Kulturzentrum setzt sich dafür ein, dass Glaube und Lebensauffassung der Aleviten bekannt   gemacht und verbreitet werden können. Er wird Andachtsräume (Gebetsräume) und Bibliotheken einrichten, Kurse und Konferenzen organisieren und Veröffentlichungen aller Art herausgeben.

Das Kulturzentrum will die Jugendlichen mit der Kultur und Lebensauffassung der Aleviten bekannt machen und sie darin unterrichten, um damit den Jugendlichen einen Weg auf zu zeigen, wie sie ihren Glauben einerseits und ihre Umwelt andererseits in Übereinstimung bringen können.

Um die Kultur   der Aleviten im Alltagsleben anzuwenden und am Leben zu erhalten, wird die Vereinigung wissenschaftliche Untersuchungen durchführen und sich bemühen, alle religiösen Werte und Werke zu schützen und zu bewahren.

Das Kulturzentrum wird ein Archiv errichten und alle Museen, die im Rahmen des alevitischen   Glaubens errichtet sind   bzw. werden hilfreich zur Seite stehen .

Das Kulturzentrum führt Lehrveranstaltungen, durch um den Mitgliedern die anderen Weltreligionen näher zu bringen.

Das Kulturzentrum fördert den Kontakt zu den Vertretern der anderen Religionsgemeinschaften. Das Kulturzentrum will das Alevitentum bekannt machen, Kenntnisse darüber verbreiten und zum gegenseitigen Verständnis der alevitischen Sitten und Glaubensauffassung einerseits und der Kulturen der Welt andererseits beitragen.

 

ART 3.

Das Kulturzentrum verfolgt keine politischen oder gewerkschaftlichen Ziele.

Das Kulturzentrum soll nicht dazu dienen, Ruhm und Macht derjenigen Personen oder Familien, die aus religiösen oder anderen Gründen über viel Einfluss verfügen, zu verbreiten und zu verstärken.

Das Kulturzentrum ist eine kulturelle, fortschrittliche und human denkende Organisation.

ART 4.

Das Kulturzentrum ist bestrebt, modern und wissenschaftlich zu arbeiten. Es ist bemüht, durch eine Erziehung, die sich an der Wirklichkeit orientiert, die Weiterbildung der Mitglieder in der Gesellschaft zu fördern.

Das Kulturzentrum gibt einen jährlichen Kalender heraus.

Das Kulturzentrum sorgt dafür, dass die religiösen Feiertage und Gedenktage einheitlich geregelt und gefeiert werden.

ART 5.

Unter Berücksichtigung der Zahl der in der Schweiz ansässigen Aleviten führt das Kulturzentrum innerhalb und außerhalb der Schweiz religiöse Veranstaltungen durch.

Das Kulturzentrum gewährleistet die Wahl von zwölf     Beauftragten   für die zwölf traditionellen, religiösen Ämter, damit die alevitischen religiösen Sitten und Gebräuche traditionsgemäß gelebt werden können.

Das Kulturzentrum wird die unterschiedlichen lokalen Zeremonien der alevitischen Amtleute respektieren   und zu ihrer Entwicklung beitragen. Da das Kulturzentrum die gegenseitige Achtung zwischen den einzelnen Religionsgemeinschaften wünscht, legt er großen Wert auf die Schaffung einer friedvollen und liebevollen Atmosphäre und die Ausräumung von Vorurteilen.

Bei Katastrophen wird das Kulturzentrum im Rahmen seiner Möglichkeiten, ohne Unterschiede zu machen, den betroffenen Menschen helfen.

ART 6 .

Das Kulturzentrum ist gemeinnützig und strebt nicht nach Gewinn. Die Mitarbeit im Kulturzentrum ist unentgeltlich und ehrenamtlich. Niemand soll aufgrund seiner Mitarbeit im Kulturzentrum einen finanziellen Gewinn erlangen, aber auch nicht besonders hohe Ausgaben   auf sich nehmen müssen.

Das Kulturzentrum tritt gegen Rassismus und       Fremdenfeindlichkeit     auf und   wird sich dafür einsetzen, dass die Menschen aller Nationen in Frieden und Brüderlichkeit zusammenleben.

Das Kulturzentrum wendet sich gegen Gewalt in jeder Form.

Das Kulturzentrum wird allen illegalen Organisationen, die an der Lösung gesellschaftlicher Fragen mitarbeiten, behilflich sein. Das Kulturzentrum steht bei gemeinsamen Fragen allen demokratischen Vereinen und deren Dachorganisationen bei.

ART 7.

Das Kulturzentrum respektiert die Rechte der Frauen und fördert diese.   Sein Ziel ist, dass die Frauen in der Gesellschaft mit den Männern die gleichen Rechte im gleichen Ausmaß und die gleiche Erziehung erhalten.

ART 8.

Das Kulturzentrum respektiert alle Menschenrechte, die in der Schweizer Verfassung garantiert sind, die von der UNO ratifiziert und in der Konferenz von Helsinki bestätigt worden sind.

ART 9.

Um den Glauben und die Lebensauffassung der Aleviten bekannt zu machen und zu fördern, kann Das Kulturzentrum einer Dachorganisation aller Alevitengemeinden, die in Europa mit dem gleichen Ziel gegründet worden ist, beitreten.

Das Kulturzentrum anerkennt die Notwendigkeit, in gesellschaftlicher Solidarität Hilfe in Form von, Lebensmitteln, Kleidern, Medikamenten etc. zu leisten.

ART 10.

Das Kulturzentrum bemüht sich, die alevitischen Gelehrten und Kunstwerke in der Welt der Wissenschaft und Kunst bekannt zu machen.

Das Kulturzentrum macht auf die Geburts- und Sterbedaten der alevitischen Gelehrten, Dichter, Schriftsteller und heiligen Menschen aufmerksam und organisiert entsprechende Gedenktage.

ART 11.

Mitglieder des Kulturzentrums können natürliche Personen werden. Wer Mitglied des Kulturzentrums werden will, hat ein   schriftliches Beitrittsgesuch an   den Vorstand des Kulturzentrums   zurichten. Der Vorstand prüft den Antrag auf Mitgliedschaft und leitet ihn an die Mitgliederversammlung weiter, die über eine Aufnahme entscheidet. Die Mitgliedschaft beim Kulturzentrum ist freiwillig.

ART 12.

Die Mitgliedschaft beim Kulturzentrum wird beendet

         

a ) Durch ein schriftliches Austrittsgesuch

b ) Sofern das Mitglied den Mitgliederbeitrag während drei Monaten nicht entrichtet hat

c ) Falls die Mitgliederversammlung den Ausschluss eines Mitgliedes beschließt.

d ) Austritt aus der Mitgliedschaft ist freiwillig.

Der Ausschluss aus dem Kulturzentrum kann ohne Angabe von Gründen durch die Mitgliederversammlung auf Antrag des Vorstandes erfolgen.

ART 13.

Die Organe des Kulturzentrum sind

a ) Mitgliederversammlung

b ) Vorstand

c ) Kontrollausschuss

d ) Ordnungsausschuss

e ) Ausschuss für Wissenschaft und Forschung  

f ) Ausschuss für Kultur und Bildung

g ) Ausschuss für Frauenangelegenheiten

h ) Schiedsgericht

i ) Ehrenbeirat

a ) Allgemeines

Die Mitgliederversammlung findet mindestens einmal jährlich statt. Der Vorstand lädt die Mitglieder zur Mitgliederversammlung unter Angabe der Traktandienliste schriftlich mindestens zwei Wochen vorher ein. Auf schriftlichen Antrag mit Angabe der Traktandienliste von mindestens 1/3 der Mitglieder ist der Vorstand verpflichtet, eine außerordentliche Mitgliederversammlung einzuberufen.

b ) Vorstand

Der Vorstand besteht aus einem Präsidenten und weiteren zwei bis elf Mitgliedern. Der Vorstand konstituiert sich selbst.

Der Vorstand vertritt das Kulturzentrum nach aussen und führt die Geschäfte des Kulturzentrums, soweit dafür nicht die Mitgliederversammlung zuständig ist.

Der Vorstand tritt mindestens alle zwei Wochen einmal zusammen. Er ist dafür verantwortlich, dass alle Kulturzentrumsaufgaben ordnungsgemäss ausgeführt werden und erstattet jährlich der Mitgliederversammlung Bericht.

c )

Die Aufgaben der Mitgliederversammlung sind :

  1. Wahl des Präsidenten und des Vorstandes sowie des Kontrollausschusses, des Ausschusses für Wissenschaft- und Forschung, des Ordnungsausschusses, des Ausschusses für Kultur und Bildung, des Ausschusses für Frauenangelegenheiten, des Schiedsgerichtes und des Ehrenbeirates

2. Abnahme der Jahresrechnung und des Finanzberichts des Kontrollausschusses

3. Abnahme der Geschäftsberichte des Vorstandes, des Ordnungsausschusses, des
Ausschusses für Wissenschaft- und Forschung, des Ausschusses für Kultur und Bildung,
des Ausschusses für Frauenangelegenheiten, des Schiedsgerichtes und des Ehrenbeirates

4.   Festsetzung der Mitgliedesbeiträge

5. Aufnahme und Ausschluss von Mitgliedern

  1. Beschlussfassung über Änderungen der Statuten und Auflösung des Kulturzentrums.

d ) Wahlen und Abstimmungen

1. Alle Wahlen werden in geheimer Wahl durchgeführt und offen ausgezählt.

  1. Die Abstimmungen erfolgen mit offener Stimmabgabe. Auf Antrag eines Mitgliedes er-

     folgen die Abstimmungen mit geheimer Stimmabgabe und offener Auszählung.

e ) Kontrollausschuss

Der Kontrollausschuss   (Finanzausschuss) besteht aus drei bis fünf Mitgliedern und zwei Ersatzmitgliedern. Der Kontrollausschuss tritt mindestens viermal im Jahr zusammen, überwacht die Einnahmen und Ausgaben des Kulturzentrums und erstattet der Mitgliederversammlung     den Jahresbericht und die Jahresrechnung.

     

f ) Ordnungsausschuss

 

Der Ordnungsausschuss besteht   aus drei bis fünf Mitgliedern, und zwei Ersatzmitgliedern.

Der Ordnungsausschuss kann folgende   Disziplinarmassnahmen erteilen :

  1. Verwarnung

2. Antrag an den Vorstand zu Händen der Mitgliederversammlung auf Ausschluss eines
     Mitgliedes

Die Beschlüsse des Ordnungsausschusses werden den betroffenen Mitgliedern schriftlich mitgeteilt.

g ) Ausschuss für Wissenschaft und Forschung

Der Ausschuss für Wissenschaft und Forschung besteht aus drei bis fünf Mitgliedern und zwei Ersatzmitgliedern.

Der Ausschuss soll die Grundlagen das Alevitentums erforschen und sowohl bei Mitgliedern als auch in der Öffentlichkeit Bekantmachen.

 

h ) Ausschuss für Kultur und Bildung

Der Ausschuss für Kultur und Bildung besteht aus drei bis fünf Mitgliedern und zwei Ersatzmitgliedern.

Der, Ausschuss soll die Mitglieder und ihre Familienangehörigen in allen Lebensbereichen unterrichten und ihnen bei der Lösung persönlicher Anliegen behilflich sein.

i ) Ausschuss für Frauenangelegenheiten

Dieser Ausschuss besteht aus drei bis fünf weiblichen Mitgliedern und zwei weiblichen Ersatzmitgliedern.

Der Ausschuss soll sich mit Frauenanliegen befassen.

         

j ) Schiedsgericht

Das Schiedsgericht besteht aus drei bis fünf Mitgliedern und zwei Ersatzmitgliedern.

Das Schiedsgericht beurteilt Verstöße gegen die Regeln, insbesondere die Glaubensregeln, des Kulturzentrums und soll Meinungsverschiedenheiten unter den Mitgliedern schlichten.

k ) Ehrenbeirat

Der Ehrenbeirat besteht aus drei bis fünf Mitgliedern und zwei Ersatzmitgliedern.

Der Ehrenbeirat soll den Mitgliedern die schweizerische Lebensweise und Kultur näher bringen sowie den Kontakt zwischen den Mitgliedern und den Schweizerbürgern sowie den Kantons- und Bundesbehörden fördern.

ART 14.

Für die Verbindlichkeiten des Kulturzentrums haftet nur das Kulturzentrum- vermögen. Die Mitglieder haben einen monatlichen Beitrag zu leisten, der von der Mitgliederversammlung festgelegt wird. Ein ausscheidendes Mitglied hat keinen Anspruch auf das Vermögen des Kulturzentrum.

ART 15.       

Statutenänderungen

Die Statuten können durch die Mitgliederversammlung mit 2/3 Mehrheit der anwesenden Mitglieder geändert werden.

    

ART 16 .

Die Auflösung des Kulturzentrums:

Die Mitgliederversammlung beschlisst über die Auflösung des Kulturzentrums mit 3/4-Mehrheit der anwesenden Mitglieder..

Die Mitgliederversammlung wählt einen Liquidationsausschuss, der die Liquidation durchführt. Das Kulturzentrums Vermögen des Kulturzentrums ist bei Auflösung des selben an eine gemeinnützige Organisation zuspenden.

Die vorliegenden Statuten wurden anlässlich der Mitgliederversammlung vom 16.12.2001 einstimmig angenommen.

 

 

Präsident :                                                                          Stv. Präsident :

 

 

 

 

Sekretär                                                                                                                            

         

                      

   
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