Basler Regierung beantragt kantonale Anerkennung der Aleviten

Die Basler Regierung beantragt dem Grossen Rat die kantonale Anerkennung der beiden alevitischen Vereine in Basel. Diese würden dazu alle verfassungsrechtlichen Voraussetzungen erfüllen, heisst es in einer Regierungsmitteilung vom 14. August

 Ein Gesuch um Anerkennung ihrer Religionsgemeinschaft eingereicht hatten 2010 die Kulturvereinigung der Aleviten und Bektaschi Basel sowie das Alevitische Kulturzentrum Regio Basel. Die Regierung prüfte darauf, ob die von der Kantonsverfassung verlangten Voraussetzungen einer Anerkennung erfüllt sind.

Im Kanton Basel-Stadt gibt es vier öffentlich-rechtliche Religionsgemeinschaften. Gemäss der neuen Kantonsverfassung können zusätzlich privatrechtlich organisierte Gemeinschaften anerkannt werden; bisher sind dies zwei. Die Aleviten wären schweizweit die erste nichtchristliche oder -jüdische Gemeinschaft, die kantonal anerkannt würde.

Das Alevitentum hat sich gemäss Wikipedia in der Theologie, nicht aber in seinem Verständnis des religiösen Rechtes, aus der islamischen Schia entwickelt (Schiiten). Von Religionswissenschaftlern und einer zunehmenden Zahl von Anhängern wird das Alevitentum als eine eigenständig Konfession innerhalb des Islams aufgefasst. Die Mehrheit der Aleviten sehen sich als Teil des Islams.


Webseite:
Aleviten auf Wikipedia

Datum: 17.08.2012

http://www.livenet.ch/themen/gesellschaft/gesellschaft/221076-basler_regierung_beantragt_kantonale_anerkennung_der_aleviten.html

   
© Alevitisches Kulturzentrum Regio Basel