Basel: Anerkennung der Aleviten

Die Basler Regierung beantragt dem Grossen Rat die kantonale Anerkennung der beiden alevitischen Vereine in Basel. Diese würden dazu alle verfassungsrechtlichen Voraussetzungen erfüllen.

Ein Gesuch um Anerkennung eingereicht hatten 2010 die Kulturvereinigung der Aleviten und Bektaschi Basel sowie das Alevitische Kulturzentrum Regio Basel. Die Regierung prüfte darauf, ob die von der Kantonsverfassung verlangten Vo­raussetzungen erfüllt sind.

Im Stadtkanton gibt es jetzt vier öffentlich-rechtliche Religionsgemeinschaften. Gemäss der neuen Kantonsverfassung können zusätzlich privatrechtlich organisierte Gemeinschaften anerkannt werden; bisher sind dies zwei: die Neuapostolische Kirche Basel und die anthroposophisch inspirierte Christengemeinschaft. Die Aleviten wären schweizweit die erste muslimische Gemeinschaft, die kantonal anerkannt würde.

Das Alevitentum hat sich in der The­ologie, nicht aber in seinem Verständnis des religiösen Rechtes, aus der islamischen Schia entwickelt (Schiiten). Von Religionswissenschaftlern und einer zunehmenden Zahl von Anhängern wird das Alevitentum als eine eigenständige Konfession innerhalb des Islam aufge­fasst. Die Mehrheit der Aleviten sieht sich als Teil des Islam. ref.ch

http://www.kirchenbote-sg.ch/index.asp?topic_id=2813&g=2796

   
© Alevitisches Kulturzentrum Regio Basel